Retrospektive - Puppen vor dem Filz


Bevor ich 2004 die Lichtfilzlinge® und die Meisterdrachen® erfand, lagen schon dreißig Jahre als Puppenmacherin hinter mir. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts nahm ich regelmäßig mit meinen Puppen und Marionetten an Kunsthandwerkermärkten teil. Davor und danach betrieb ich die Puppenmacherei als ausgedehntes Hobby.


Unter anderem auch diese Steinmetzarbeit 2002
Unter anderem auch diese Steinmetzarbeit 2002

 

Dieses Objekt heißt "noch Ungeboren in der Walnussschale" und wurde aus Sandstein gehauen. Die Rückseite ist einer Walnuss nachgebildet. Der Stein liegt nun bei Nachbarn.


Handpuppen



 Sie entstanden in den Jahren 2000 bis 2004 und gehörten zu einem Konzept der Gewaltprävention und Friedenserziehung, das ich für meine Schule entwickelt hatte und "Trau-Dich-Training" nannte.



Julchen Puppen / Julchens Puppenstube


So nannte ich meine Puppen / meine Werkstatt in Idar

Ich war damals "Julchen, die Puppenmacherin"
Schon in meiner Schulzeit war "Julchen" mein Spottname in Anlehnung an die Freundin vom Schinderhannes, einem lokalen Räuberhauptmann. Erst wurde ich damit geneckt, später gewöhnte ich mich daran.


Für die Qualität der Bilder möchte ich mich entschuldigen. Sie waren schon alt, oft betrachtet und wurden aus verblichenen Originalfotos der Zeit hochgescannt.

 

Meine Julchen Puppen (1983 - 1998), wie ich sie damals nannte, gab es als Marionetten oder Schlenkerpuppen mit Gesichtern und Gliedmassen aus Textil, Keramik oder Cernit. Sie waren allesamt selbst entworfen (auch die Formen für den Guss einer limitierten Serie stellte ich selbst her) und besaßen einen Textilkörper. Der Kopf der Keramikpuppenserie saß drehbar auf einer Keramikschulter, die erhaben auf dem Rücken den Schriftzug "Julchen Puppen" trug. Kleider, Bemalung und Haare wurden grundsätzlich verschieden gestaltet und die Schnitte für jede einzelne Puppe neu entworfen, so dass auch in der limitierten Keramikserie keine Puppe einer anderen gleicht. Die Cernitpuppen waren Unikate, die es so nur einmal gab.

 

In Idar-Oberstein unterhielt ich eine eigene Werkstatt (Julchens Puppenstube, 1983 - 1991), gab Puppenkurse und öffnete Sonntags meine kleine Ausstellung. Mit meinen Puppen nahm ich in den 1980ern auch an zahlreichen Kunsthandwerkermärkten teil.